Das Soldatengrab in Queloh

Die Landesstraße 281 schlängelt sich ruhig und idyllisch durch eine dicht bewaldete Landschaft. Hier nimmt man den Herbst und sein prächtiges Farbenspiel ganz besonders intensiv wahr...

Diese L281 verbindet unter anderem Eschede und Hermannsburg. Ungefähr auf halber Strecke zwischen diesen beiden Orten liegt sehr einsam das Forsthaus Queloh. Dort, dicht am Straßenrand und etwas versteckt unter alten Bäumen, befindet sich ein Soldatengrab. 

Obergefreiter Alfred Galla, 31.10.1907 - 13.4.1945

Auf der Internetseite der Samtgemeinde Eschede erfährt man die Geschichte zu diesem Grab:
Beim Forsthaus in Queloh, wenige Meter neben der Fahrbahn der Landesstraße 281, liegt ein gepflegtes Grab. Seit 1945 ruht hier Alfred Galla. Und seit 1945 halten die Menschen aus Queloh sein Grab in Ordnung.
37 Jahre war der Obergefreite Alfred Galla alt, als er am 13. April 1945 mit seinem Kübelwagen von Oldendorf aus in Richtung Eschede fuhr. Ob er als Melder unterwegs war oder ob er in Eschede Verpflegung holen sollte, ist nicht geklärt. Als er aus der Rechtskurve am Forsthaus Queloh kam, eröffnete ein britischer Spähtrupp, der bis Queloh vorgedrungen war, das Feuer. Galla war sofort tot, zwei weitere deutsche Soldaten, so erinnerte sich vor einigen Jahren eine Bewohnerin aus Queloh, ergaben sich den Engländern.
Zwei Tage lag der tote Soldat neben der Straße, seiner Stiefel beraubt. Dann wurde er von Quelohs Einwohnern beerdigt. Sie wickelten ihn in eine Decke und begruben ihn dort an Ort und Stelle.
Das Grab wurde eingezäunt und bepflanzt. Der Grabstein kam in den 50er Jahren hinzu. Bis vor einigen Jahren kamen Angehörige des gefallenen Soldaten nach Queloh. Und sie fanden immer ein ordentliches Grab vor. Gepflegt wird es auch heute noch von den Menschen aus Queloh. Jeder aus dem kleinen Ort mit den fünf Häusern hat sich in den mehr als fünf Jahrzehnten der Ruhestätte angenommen, geharkt oder ein paar Kannen Wasser an die Pflanzen gegossen. Vor allem die Bewohner des gegenüberliegenden Forsthauses nahmen sich der Pflege an. Die Aufgabe wird von Generation zu Generation weitergegeben. Nur die Kosten der Bepflanzung werden von der Samtgemeinde Eschede übernommen. Und jedes Jahr zum Volkstrauertag ziert ein Kranz oder ein Gesteck den Grabstein.
Es gibt in der Südheide nur wenige Soldatengräber wie das in Queloh. Die meisten Gefallenen wurden nach dem Krieg umgebettet.


Quelle: Internetseite der SG Eschede, Fotos: eigene, aufgenommen am 29.10.'11

Gedenkstein für Prinz Friedrich Carl von Preußen

Gedenkstein für Prinz Friedrich Carl von Preußen in der Rominter Heide
Foto: Tomek
Unter der Hege von Prinz Friedrich Carl von Preußen hatte sich der Rotwildbestand im Gebiet der Rominter Heide in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder deutlich erholt. Zuvor war er, nach der Freigabe der Jagd infolge der Revolution von 1848/49, sehr geschrumpft.

Zu Ehren des Waidmannes wurde bei Theerbude dieser Gedenkstein gesetzt, den man noch heute im Wald finden kann.

Alte Ansichtskarte


Meilensteine

Meilenstein an der Straße Beisleiden - Bartenstein
(heute: Bezledy - Bartoszyce), Polen
"7 Meilen bis Königsberg"
Foto: B@ggy
Meilenstein in Lautern bei der Kirche
"11 Meilen bis Königsberg"
Fotos: duch


Kriegerdenkmal Quittainen

Foto: www.pixdaus.com

Foto: marti
 Inschrift:

"Den mit Gott für König und Vaterland
gefallenen Helden aus den
Quittainen Stiftsgütern gewidmet.

Ist unsere Zeit kommen, so wollen wir
ritterlich sterben um unserer Bruder
Willen und unsere Ehre nicht lassen
zu Schanden werden."

 Quelle: http://kwitajny.skrzynka.pl/index.php?name=park

Hindenburg-Gedenkstein Bodschwingken

Hindenburg-Gedenkstein in Bodschwingken (Polen)
Foto: Adler7 (2010)
Foto: Adler7 (2010)

Der Gedenkstein in früheren Zeiten:
Alte Ansichtskarte
Foto: Bildarchiv Ostpreußen
 Inschrift: "V. Hindenburg zum 80. Geburtstag 2.10.1927"

Bodschwingken, später: Herandstal, Kreis Goldap, Reg.-Bezirk Gumbinnen (Ostpreußen)

Gedenkstein Förstermord Rominter Heide

Dieser Gedenkstein erinnert an den Mord an Oswald Kahnert
Foto: Adler7 (2009)
Auf der Internetseite www.suehnekreuze.eu erfährt man dazu folgende Geschichte:
 Als der Forstaufseher Hilfsförster Oswald Kahnert aus Jörkischken am 16. August 1919 verdächtigen Schüssen im Revier nachging, kehrte er nicht zurück. Am nächsten Morgen fand man ihn und seinen Hund erschossen auf; sein Gewehr lag 50 m weiter entfernt. Kahnert war sehr verhasst, da er bereits viele Wilddiebe ergriffen und zur Anzeige gebracht hatte. Die Obduktion der Leiche ergab, dass er drei Kugeln aus einer Armeepistole vom Typ 08 erhalten hatte. Bereits nach drei Tagen konnte der zuständige Gendarmeriebeamte die Mörder, die Brüder O. und A. W., dem Amtsgericht Goldap zustellen, wobei auch die Tatwaffen sichergestellt wurden. Während eines Tanzabends, vor dem Hintergrund einer ausgesetzten Belohnung von 3.000,- Mark, gerieten die Täter mit einem dritten Bruder in Streit, worauf die Mordtat bekannt wurde. Die Mörder verurteilte man wegen gemeinschaftlich begangenen Totschlags zu lebenslänglichem Zuchthaus. Otto W. konnte 1926 fliehen und wurde nie wieder gesehen.
Der Stein steht im Gebiet der Oberförsterei Rominten, Rominter Heide, Ostpreußen

Flur-Grenzstein Gehlweiden

Grenzstein Gehlweiden (Polen)
Foto: Adler7 (2009)
Inschrift: "Flur-Grenze der ? Gehlweideschen Güter"

Ein schöner Blick über diese Landschaft heute:
Foto: Krzysztof Kuhn (2008)
Gehlweiden, Kreis Goldap